© 2017 Catherine von Guenther

Dance your Life

February 8, 2018

 

Dance is the movement of the universe, concentrated in an individual.~Isadora Duncan

 

Tanz ist die älteste Bewegungkunst der Menschheit. Wie mag diese begonnen haben vielleicht bereits bei unseren frühesten Vorfahren in der Steppe Afrkas? Das rhytmische Zusammenschlagen von Knochen, Hölzern...dann die Reaktion des Körpers: Rhytmische Bewegungen, das stampfen der Füße auf der Erde, die wilde Kraft des Körpers entfesselt und die innere Bewegung der Psyche, die diesem kraftvollen Urpuls folgt bis hin zu einer ursprünglichen Extase....

 

Von dieser Urerfahrung die wir noch heute überall auf der Welt finden können, hat Tanz viele verschiedene Formen angenommen. Von Stammestänzen, über Folklore bis hin zu den westlichen stilisierten Tänzen, des Ballett, Ballroom und Modern, zum Rock der Rolling Stones, zum Pogo des Punks, bis hin zu den Beats von House und der Entrückung im Trance  hat der Tanz sich kreativ entfaltet, hat sich an Kulturen, spezielle Instrumente und Zeitentwicklungen angepasst und auch immer konkrete politische Haltungen zur Freiheit des Körpers offenbart. Freier Tanz wurde verfolgt, verboten und unterdrückt und als moralisch verwerflich geahndet. Doch was genau macht Tanz mit uns, dass er in unfreien Gesellschaften als verwerflich, verderbt und gefährlich verboten wurde und wird?

 

Tanz befreit den Körper, Tanzen befreit unsere Psyche von Stagantion von alten Mustern und von repressiven Kräften, ohne vorgegebene Form sind wir frei in unserem inneren Ausdruck.

Sich frei zu bewegen setzt eine wilde Urkraft in uns in Bewegung und eine tiefe Freude. Tanz zieht uns ohne Umschweife zurück in den Augenblick, in diesen einen existierenden Moment. Unsere Biographie versinkt im Hintergrund. Unsere Seele breitet sich in unserem Körper aus, wenn der Rhytmus durch uns pulsiert und der Sound unseren Körper zum kochen bringt.

Wir laden die Dinge ab, die wir in unserem Körper festhalten und die nicht zu uns gehören. Tanzen führt in die Freiheit unseres inneren Wesens!

 

Jeder Mensch trägt diesen Urtanz in sich! Es ist ein natürliches Recht auf Ausdruck auf unser tiefstes Dasein auf unsere persönliche Verbindung zur Extase, die allem Leben unterliegt.

 

 Moderne Tänzerinnen wie Andrea Olsen haben über Ihre Arbeit außerdem die Verbindung zwischen unserem Körper und unserer Umwelt offen gelegt. Finden wir Embodiment (Verkörperung) in unserem Körper und damit in unserer ursprünglichen Wahrnehmung unserer Selbst als Körperwesen, nicht als Kopffüssler, finden wir eine neue Beziehung zur Natur. Die Feinheit die der Körper im freien Tanz entwickelt, trägt uns zurück zu unseren Ahnen, zu unserer Vergangenheit eines in die Natur eingebettetten Mensch-Seins.

 

Tanz als Urbewegung und Yoga als stilisierte Form gingen in Ihrer Entwicklung Hand in Hand. In der Yogamythologie entwickelt sich das Universum aus dem Tanz Shivas mit seiner Shakti. Das Bewusstsein (Shiva) in der Leere entwickelt eine erste Urwelle aus dieser ersten Intention beginnt Shakti (Materie &Energie) Ihren Tanz. Sie ertanzt Sternennebel, Galaxien, Planeten, Supernovas und die vielfältigen Erscheinungen des Lebens selbst. In Wahrheit ertanzen Bewusstsein und Materie jede Form, jeden Körper, jedes Individuum. Auch dich!

 

Wann hast du deinen Tanz verloren? Wann hast du ihn wiedergefunden?

 

Umformuliert könnte diese Frage bedeuten, wann hast du deine Freiheit und Freude verloren und wie kannst du sie wieder gewinnen. Der Körper ist das Tor zu unserem ursprünglichen Dasein. Die Bewegung des Körpers  kultiviert unser Bewusstsein für unseren inneren, wilden Garten. Der Körper führt uns zurück in die Wildniss, in die Kraft der Natur unseres eigenen Wesens. Oder wie Isadora Duncan uns mit Ihren inspirierenden Worten

 

herausfordert:

 

You were wild once, don t let them tame you!

 

 

 

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